Übersetzungs-Rechner
Verhältnis, Meter pro Kurbelumdrehung und km/h bei gewählter Kadenz — mit ISO-Umfang aus Laufradgröße und Reifenbreite, nicht nur nomineller Laufradzahl.
Zähnezahl vorn
Zähnezahl hinten
Standard: 90 rpm
Dein Setup
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Fahrer:in inkl. Bekleidung, Bike & Gepäck
Tatsächlich gemessene Breite
Hintergrund
Wie wähle ich die richtige Gravel-Übersetzung?
Eine gute Gravel-Übersetzung deckt steile Schotter-Anstiege genauso ab wie schnelle, flache Etappen — ohne dass du in der Mitte des Kassetten-Bereichs „drüber" oder „drunter" trittst. Drei Werte sind dafür entscheidend: das Übersetzungsverhältnis, die Entfaltung und die Geschwindigkeit bei deiner Wunschkadenz. Der Rechner berücksichtigt zusätzlich Laufradgröße und Reifenbreite, weil sich daraus der reale Abrollumfang ergibt.
Übersetzungsverhältnis und Entfaltung
Das Verhältnis zwischen Kettenblatt und Ritzel sagt, wie oft sich das Hinterrad pro Kurbelumdrehung dreht. Entfaltung ist die Strecke, die du pro Kurbelumdrehung tatsächlich zurücklegst — sie hängt zusätzlich vom Laufradumfang ab. Eine kleinere Entfaltung bedeutet leichteres Treten an steilen Rampen, eine größere Entfaltung mehr Endgeschwindigkeit auf flachen Etappen.
1× oder 2×?
- 1× (ein Kettenblatt): Aufgeräumter Antrieb, kein Umwerfer- Ärger im Gelände, weniger Wartung. Mit einer modernen Wide-Range-Kassette (z. B. 10–44 oder 10–52) reicht die Bandbreite für fast alle Gravel-Profile.
- 2× (Doppel-Kettenblatt): Engere Gangsprünge — angenehmer im Schwarm und auf langen, gleichmäßigen Etappen. Mehr Bandbreite, dafür mehr Komplexität und Gewicht.
Faustregel für die Auswahl
Für 95 % der Gravel-Touren funktioniert eine kleinste Übersetzung mit Entfaltung um 1,8–2,2 m gut — das schafft auch lange 12-%-Rampen mit Gepäck. Die größte Übersetzung so wählen, dass du bei 90–100 rpm noch mit ~40–45 km/h mitkommst. Alles darüber ist auf Schotter selten relevant; alles darunter macht steile Anstiege zur Quälerei.
Trittfrequenz und Effizienz
Die meisten Ausdauerfahrer:innen sind mit 80–95 rpm am ökonomischsten — am Berg darf's eine Stufe niedriger sein, im Flachen entsprechend höher. Wenn du dich auf Schotter ständig zwischen zwei Gängen entscheiden musst, sind die Sprünge in deiner Kassette zu groß. Ein 11-fach-Kassetten-Wechsel oder eine andere Kettenblattgröße hilft hier oft mehr als ein neuer Antrieb.
FAQ
Häufige Fragen
- 1× oder 2× — was ist beim Gravel besser?
Für reines Gravel: 1× mit Wide-Range-Kassette (z. B. 10–44 oder 10–50). Aufgeräumter Antrieb, kein Umwerfer-Geklacker bei Schräglage, weniger Wartung. 2× hat Vorteile, wenn du viel Asphalt-Anteil fährst und enge Gangsprünge willst — etwa bei Brevets oder im Schwarm — bringt aber Mehrgewicht und mehr Bedienkomplexität.
- Welche Bandbreite reicht für Bergetappen mit Gepäck?
Mindestens 460 % Gesamtbandbreite (z. B. 40T-Kettenblatt mit 10–44-Kassette). Wer mit Bikepacking-Gepäck lange 12-%-Rampen fährt, sollte zusätzlich auf eine kleinste Übersetzung um 0,9 (entspricht ungefähr 2,0 m Entfaltung) achten — alles darunter wird zur Schiebepartie, sobald die Beine müde werden.
- Wie ändert sich die Übersetzung mit anderer Reifenbreite?
Direkter, als viele denken. Ein 700×40 hat einen Abrollumfang von ungefähr 2.150 mm, ein 650b×50 nur etwa 2.090 mm — bei gleicher Übersetzung fährst du also rund 3 % langsamer und tendenziell mit höherer Trittfrequenz. Bei einem 1×-Setup kann das den Bedarf nach einem zwei Zähne größeren Kettenblatt bedeuten.
- Wann lohnt sich der Wechsel des Kettenblatts statt der Kassette?
Wenn du primär die Endgeschwindigkeit oder die Berg-Reserve verschieben willst, ohne die Gangsprünge zu ändern. Beispiel: Du fühlst dich bei 90 rpm zu langsam — ein größeres Kettenblatt (von 40T auf 42T) erhöht alle Gänge gleichmäßig. Brauchst du nur eine Notgang-Reserve am Berg, ist die Kassette der bessere Hebel, weil dort meist nur ein einzelnes Ritzel größer wird.
- Lohnt es sich, an der Trittfrequenz zu arbeiten?
Ja, vor allem bei langen Touren. Wer chronisch unter 75 rpm fährt, belastet Knie und Muskulatur stark; wer ständig über 100 rpm tritt, verbraucht aerob mehr Energie. Mit gezieltem Training (gleichmäßige Anstiege im hohen Gang, dann Trittfrequenz aktiv hochziehen) verschiebt sich der Sweet Spot meist innerhalb weniger Wochen Richtung 85–95 rpm.
- Warum unterscheidet sich die Geschwindigkeit zwischen Tacho und Rechner?
Der Rechner geht von einem theoretischen Abrollumfang aus (Reifenbreite und Laufradgröße). In der Praxis verändert sich der Umfang minimal mit Druck, Last und Reifenmodell — typisch ±1,5 %. Wenn dein GPS-Tacho deutlich abweicht, hilft eine einmalige Kalibrierfahrt: 200 m exakt vermessen, mit dem Tacho-Wert vergleichen.